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ShortcutVideoschnitt

 

WAS IST EIN „GUTES“ SHOWREEL?

Mit dieser Frage beschäftige ich mich natürlich bei jedem neuen Band, und nach über zehn Jahren Erfahrung kristallisieren sich einige Punkte deutlich heraus.


Sollten Sie negative Kritik für Ihr Band bekommen haben, liegt das nicht unbedingt an ihren schauspielerischen Fähigkeiten oder an der Qualität der Szenen. Häufig sind Bänder schlecht konzipiert, konfus und überladen.

Manches ist einer Mode unterworfen und entspricht einem Zeitgeist, dem man nicht immer folgen muß. Zum Beispiel braucht man keine Spezialeffekte auf einem Band! Es ist ja das Showreel des Schauspielers und nicht des Cutters. Zu viele Effekte vermitteln leicht den Eindruck, man möchte von anderen Schwächen ablenken.

Um das zu vermeiden, gibt es einige Punkte, die bei einem Demoband-Schnitt unbedingt zu berücksichtigen sind.

Hier ein kleiner Katalog, den ich in anderer Form auf verschiedenen Seiten gefunden und für mich umgewandelt habe,

der vielleicht ein paar Fragen dazu beantwortet:


Brauche ich einen Trailer?

Nicht unbedingt. Manche Caster mögen keine Trailer, sondern wollen den Schauspieler so schnell wie möglich spielen sehen. Bei einer Besetzung müssen Caster oft dutzende von Bändern sichten und haben meist gar nicht die Zeit, sich ein Band vollständig anzusehen. Bei entsprechendem Material besteht auch die Möglichkeit, das Showreel mit einem Trailer zu beenden. So ist es jedem selbst überlassen, ob er ihn noch sehen will oder nicht.


In welche Reihenfolge setze ich die Szenen?

Es geht um Sie. Sie sollten also gleich zu Beginn eindeutig erkennbar sein. Bekanntermaßen entscheiden die ersten Sekunden über Sympathie oder Antipathie. Deshalb ist es ratsam, mit Ihrer stärksten Szene zu beginnen. Es gibt aber noch mehr Kriterien, die ein Band kurzweilig und dynamisch machen: Unterschiedliche Spielfarben, Rhythmus und, ganz profan, die Aktualität und Länge der Szenen.


Muß man den Inhalt der Szene verstehen?

Nein. Ein Demoband zeigt sie als Schauspieler/in. Sie brauchen niemandem den Plot des Films zu erklären. Natürlich muß der Sinn des Spiels begreifbar sein und der emotionale Ablauf stimmen - aber der größere Zusammenhang ist irrelevant.

Ihr schauspielerisches Können, darauf kommt es an.


Wie lang sollte ein Demoband sein?

Ich denke, man kann keine “optimale” Länge festlegen. Es kommt immer auf das individuelle Material an, aber in den meisten Fällen ist eine Länge von ca. 5 Minuten absolut ausreichend. Lieber kurz und prägnant, und man bekommt Lust auf mehr, als daß man sich am Ende des Bandes satt gesehen hat.


Wer schneidet mein Band?

Ihr Cutter sollte Sie als Schauspieler verstehen, um Sie richtig in Szene zu setzen. Er sollte glaubwürdiges Spiel erkennen und dabei für Ihr Showreel Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden können. Er sollte die Branche kennen und Erfahrungen mit Demobändern haben. Denn ein guter Filmcutter ist nicht zwangsläufig geeignet, ein gutes Demo zu schneiden. Ein Showreel stellt andere Anforderungen an den Cutter als ein Film.



Feedback ist gut. Beratungsresistenz schlecht. Aber am Ende des Tages müssen Sie mit ihrem Band glücklich sein, um sich damit selbstbewußt präsentieren zu können.